Liebe Gemeinde,
in der schönsten Zeit des Jahres, in der die meisten Urlaub nehmen, ihrem Alltag entfliehen und die Seele baumeln lassen, macht sich der Autor auf den Weg und sucht die Begegnung mit Gliedern der Kirchgemeinde Lobstädt – Neukieritzsch. Während der anregenden Gespräche taucht immer wieder eine Frage auf:

Wohin will die Kirche? –
Mangelverwaltung oder Impuls?

Die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens steht tatsächlich vor einem gewaltigen Umbruch. Die zurückgehenden Mitgliederzahlen und die damit geringer werdenden Einnahmen werfen große  Probleme auf. Die bezahlten Mitarbeiter werden weniger und dadurch die zu betreuenden  Regionen größer, wodurch eine flächendeckende Versorgung nicht mehr gewährleistet ist. Die vergangenen Gemeindezusammenschlüssesind noch nicht verkraftet, da droht die nächste, noch größere Hiobsbotschaft. Bis hierher brachten sich viele Ehrenamtliche ein, um die vor Ort entstandenen Lücken zu überbrücken. Doch jetzt sind viele am Ende. Engagierte  Ehrenamtliche fühlen sich alleingelassen und ziehen sich frustriert zurück. Wie soll es weiter  gehen? In den bisherigen Gesprächen erfuhr der Autor von beeindruckenden Aktivitäten.  Ebenso wurden Ideen entwickelt, wie der bevorstehenden Situation begegnet werden könnte: Hauptamtliche und Ehrenamtliche suchen gemeinsam nach Lösungen und Modellen für eine  Kirche in der Region und vor Ort, Verwaltung zentral und professionell durchführen, kirchliche  Strukturen und Gesetze überprüfen, Synergien nutzen, Pfarrer/innen entlasten, einladende Kinderarbeit, die auch nicht christliche Kinder anzieht, attraktive Gemeinschaft, die sich am Wort Gottes orientiert und Sehnsucht nach biblischtheologischem Impuls.

Wohin will die Kirche?

Pfarrer Holger Herrmann

(Pfarrer Herrmann übernimmt derzeit Aufgaben in den Kirchgemeinden Borna und Lobstädt-Neukieritzsch)