Liebe Gemeinde,
der Monatsspruch für die Mitte des Jahres steht im Buch der Sprüche, Kapitel 16: Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder.
Ein Honigseim ist der ungefilterte Honig, wie er aus der Wabe fließt. Jeder
Mensch wünscht sich freundliche Worte, braucht Bestätigung und Zuwendung. Freundliche Worte sind wie Honig für die Seele. Und es ist gar nicht so schwer, einem Mitmenschen ein Lächeln oder ein paar freundliche Worte zu schenken. In unserer Gemeinde habe ich diesen guten Geist des Miteinanders erlebt. Dieser gute Geist, den Jesus auch
seinen Jüngern versprochen hat.

Pfingsten (von griech. pentekoste, „der fünfzigste Tag“ nach Ostern) und das Fest der Dreieinigkeit (Trinitatis) verweisen uns auf den Heiligen Geist. Die Apostelgeschichte im Neuen Testament beschreibt die Zeit nach dem Tod und der Auferstehung Jesu, eine Zeit voller Umbrüche und Ängste. Viele haben große Hoffnungen in einen Retter gesetzt und stehen nun scheinbar allein da. Die Bibel zeigt, dass sie nicht allein sind, sondern dass der Heilige Geist zu den Menschen kommt und sie tröstet. Im Namen des Heiligen Geistes treffen wir uns noch heute in unserer Kirche, „denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Matthäus 18, 20)

Bis zum Weihnachtsfest, also bis zum Ende des Kirchenjahres werden alle
Sonntage nach dem Fest dieser Dreifaltigkeit von Gott, Jesus und dem heiligen Geist benannt (Sonntag nach Trinitatis).
Der Spruch aus Jakobus 1, 19 für den Monat Juli fordert uns auf, nicht nur auf Gottes Wort zu hören, sondern es auch zu tun. Was nützt der gute Geist Gottes, wenn er nicht in die Tat umgesetzt wird? Auch hier beginnt alles im Kleinen und bei jedem und jeder von uns: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.
Es lohnt sich, die Worte des Jakobus zu lesen. Wie im Buch der Sprüche werden praktische Hinweise für das eigene Leben gegeben. Diese Hinweise tun gut, denn sie helfen uns auf dem Weg zu einer guten Gemeinschaft. Wir erleben eine Zeit, in der die große Kirchenorganisation an ihre Grenzen kommt und es weiterhin keinen Pfarrer für unsere Gemeinde gibt. Für mich ist es eine Zeit, in der die Gemeindeglieder
wieder enger zusammenrücken können. Das wünsche ich mir auch für unser gemeinsames Fest mit dem Seehaus e.V. am 16. Juni in Kahnsdorf. Denn zusammen sind wir weniger allein!

Es grüßt Sie, auch im Namen des Kirchenvorstands,
Ihr Tino Tilschner
Arbeitsgruppe Gemeindeleben